Das öffentlich-rechtliche Staatsfernsehen leistet sich gut bezahlte Fußballexperten. Doch klüger und schlauer wird der Zuschauer davon nicht

Das öffentlich-rechtliche Staatsfernsehen leistet sich gut bezahlte Fußballexperten. Doch klüger und schlauer wird der Zuschauer davon nicht
Nichts hätte die Diskrepanz zwischen dem derzeitigen Zustand des fußballerischen Expertentums in Deutschland und dem zeitgenössischen Niveau ausdifferenzierter Fußballtaktik und Systemanalyse besser dokumentieren können als die Spiele Italiens gegen Spanien und Kroatien.Als Spanien ohne nominellen Stürmer antrat, stattdessen mit sechs Mittelfeldspielern wie zuweilen der FC Barcelona, Ajax Amsterdam zu Zeiten König Johans, oder, in grauer Vorzeit, das ungarische Dreamteam um Puskás, Koscic und Nándor Hidegkuti, der erste “falschen Neun”, war das dem ZDF keine Würdigung, Problematisierung oder gar spieltaktische Wertung und Einordnung wert.

Weder der kommentierende Reporter noch das moderierende Team mit dem “Experten” Olli Kahn auf der Usedomer Seebühne wusste mit dieser 4-6-0 Spieltaktik des spanisches Trainerfuchses Vicente del Bosque, die das bislang üblich taktische Spektrum enorm erweitert, überhaupt etwas anzufangen.

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